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Donnerstag, 29. Januar 2015

Part 1: Dounan, ein unvergessliches Wochnenende!


Ein tolles Wochenende in Dounan!




Letztes Jahr zu Weihnachten hatten wir einen Test absolviert, den ich zusammen mit anderen Austauschschülern (25) gewann. Was für uns mit einem Wochenendtrip in eine andere Stadt entlohnt wurde.

Es gab drei Ziele zu vergeben: Taipeh, Kaoshiung und Tainan. Der Zielort wurde dann ausgelost. Ich bekam die auf dern ersten Blick am uninteressantesten wirkende Stadt: Tainan. Sie ist die kleinste von allen dreien uns somit natürlich am unattraktivsten, warum aber genau das am Ende die beste "Wahl" für mich war kommt später.

Meine kleine Reise war für den 24. - 25.01.15 angesetzt und kurz zuvor erfuhr ich, dass die kleine Gruppe die wir eh schon waren (fünf) sich weiterhin aufteilen musste. Was zur Folge hatte, dass Damen und Herren, für taiwanesisches Rotary üblich, getrennt worden. Das kann schon mal nerven, wenn man ständig unterteilt wird und nicht einfach mal seine Zeit gemeinsam verbringen kann. Denn nun sollte ich nicht einmal nach Tainan gehen, sondern in die noch viel kleinere Stadt Dounan, die vergleichbar mit Nantou City ist. Bedeutet: Kaum etwas zu tun, viel Landfläche und noch einmal wenig zu tun.

Dementsprechend hielt sich die Vorfreude in Grenzen, als ich in den Zug einstieg und mich auf meine eineinhalbstündige Zugfahrt begab. Ich saß neben Bruno, einem Brasilianier, den ich kaum kannte. Er war auch die einzige Person, die mit mir in Dounan aussteigen würde, denn wir beide waren die einzig männlichen Austauschschüler auf dieser Trip. Somit versprach es öde und langweilig zu werden.

Mit leichter Aufregung darüber, was diese zwei Tage passieren sollte hörte ich Musik und versuchte nicht allzu viel nachzudenken.

Rückblick:


Ein Jahr zuvor, also noch in Deutschland, lernte ich einen Austauschschüler kennen, sein Name ist Nick. Er ist Taiwanese und verbrachte sein Austauschjahr in Wolfenbüttel, also meiner Heimatstadt. Wir kannten uns also schon und genau er schrieb mich gerade im Zug in Taiwan an. Er sagte mir, dass ich für diese zwei Tage in seiner Familie leben werde und er auch da sein wird. Ab diesem Zeitpunkt war der Tag gerettet, ich freute mich sehr ihn mal wieder zu sehen. Ich hatte mir von Anfang an gesagt, dass es einen Grund haben wird, warum du jetzt nach Tainan bzw. Dounan gehen wirst, und ich hatte Recht behalten.

Von nun an hatte ich Spaß an diesem Wochenende und freute mich echt sehr darauf. Als wir beide angekommen waren stieg die Vorfreude weiter und nach einer freundschaftlichen Begrüßung ging es ab in's Auto.

Die Tatsache, das selbst Nick's Vater und er selbst sagten, dass hier wirklich nicht viel zu machen sei und warum wir gerade hier hergekommen sind, schmälerte die Freude etwas. Wir erklärten natürlich, dass wir nicht wirklich eine Wahl hatten, was die Auswahl der Stadt anging.

Unser erster Stopp war "Cat on the roof" und bestand im Grunde nur aus Katzenbildern, aber schaut am besten selbst.



v.l: Nick, Bruno und Ich



*schleck*




Nach der "Cat on the roof" ging es weiter zu einem ziemlich großem neuen Tempel, der noch im Bau war. Ebenso der anschließende dazugehörige Park, den wir deswegen leider nicht erkunden konnten.
Der eben genannte Tempel

 Das hier ist super typisch für Taiwan, solche Wägen sieht man überall. Man hört sie, ob man will oder nicht, da die Wände von den Häusern hier so dünn sind wird man es aber zwangsläufig hören. Das, was damit meist verbreitet wird reicht von Politik bis Werbung für Produkte.

Glaubt mir, die Wahlzeit wimmelt nur von solchen Teilen und ich empfinde sie überwiegend als nervig. Wollte euch solch ein "Übeltäter" gerne mal zeigen.




Bruno und Ich vorm Tempel












Die zweite "Haltestelle" war ein kleines Puppenmuseum, was hier wohl relativ bekannt ist, zumindest wurde mir das so erzählt ;)

Ich persönlich finde die großen Puppen, die Ihr nachher seht besonders schön und hätte auch gerne eine Aufführung mit denen gesehen. Sie waren relativ große, alle im Durchschnitt 60-90 cm.
Im Anschluss haben  wir in einem Restaurant gemeinsam gegessen, es gab vegetarisches Büffet, was mich natürlich sehr gefreut hat.



Das Puppenmuseum 







Eine Zelle, die zur Zeit der Besetzung durch Japan gebaut wurde.


Das Restaurant, lesen könnt Ihr ja selber ;)

v.l: Nick, Bruno, Ich, Judy und der Vater von Nick.
Der dazugehörige Garten, wo wir saßen.



 Wir hatten Glück, denn  an diesem Wochenende hatte ein Tempel einen anderen besucht, was groß gefeiert wird. Mit Feuerwerk, Musik und Verkleidungen werden die Götter zelebriert. Ich finde sowas ja interessant, obwohl die Tempel im Vergleich zum Anfang nicht's besonderes mehr für mich darstellen, man sieht sich leider an vielem schnell satt. Ich denke nicht, dass wir jeden Tag an unseren Kirchen mit einem "WOW" im Gesicht vorbeilaufen. Ebenso wenig tun die Menschen es hier in Taiwan mit ihren Tempeln.

Im ersten Video sieht man die erste kleinere Truppe quasi direkt vor unserer Haustür vorbeilaufen. Respekt an die Menschen, die bei der Hitze diese schweren Kostüme auf ihren Schultern tragen.






Im nächsten Video sieht man Tänzerinnen und die sind zudem auch sehr sexy, gebe dazu im Video einen Kommentar ab, könnt ja mal hinhören. Bin mir nämlich etwas unschlüssig, ob das zu einen "religiösem" Fest passt. Aber interessant ist es auf jeden Fall.








Feuerwerk, und viele Böller auf der Straße


kurz nachdem die Böller hochgingen



Das sind die Götter die den anderen Tempel besuchten. 

Am Abend sind wir noch was trinken gegangen und aßen eine kleine Stärkung.

Ich bedanke mich für's Lesen und würde mich über einen lieben Kommentar freuen, bis zum nächsten Mal!

Alex



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